Ferienhaus - La Palma
   
   

 
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Bananenanbau PDF Drucken
Bananenanbau auf La Palma schon seit über hundert Jahren.

1880 begannen der Canario Pedro Reid und der Brite L. Jones mit dem Anbau von Bananen. Sie legten Plantagen mit der aus dem tropischen Asien stammenden kleinen Sorte "Eanes Cavendish" an und sicherten der kanarischen Banane zu Anfang des 20. Jahrhunderts ihren Platz auf dem britischen Markt. Vor Einführung der Banane hatte man sich im 16. Jh. auf den Anbau von Zuckerrohr konzentriert und später  im 17./18. Jh.  auf Weinanbau und Tabak. Aus Gründen der preisgünstigeren mittelamerikanischen Konkurrenz wurde jedoch erst der Zuckerrohranbau eingestellt und später dann auch der Weinanbau, weil der schwere kanarische Malvasierwein den Geschmack der vorwiegend englischen Konsumenten nicht mehr ganz traf und sich der Wein nicht mehr ausreichend vermarkten ließ.

Noch heute produziert La Palma gut ein Drittel der Ernte des kanarischen Archipels. Hauptanbaugebiete sind heute der Nordosten und das Adriane-Tal der Insel. Die Banane ist immer noch der wichtigste Exportartikel. Nachdem man in den letzten Jahren bestrebt war, die perfekten Bananen aus Mittelamerika zu kopieren, besinnt man sich heute wieder auf die Vorteile der robusten Zwergbanane "Eanes Cavendish: Zwar klein, aber aromatisch und süß.

Trotz aller Bemühungen hat die kanarische Banane auf dem freien Markt kaum mehr eine Chance. Da die Zwergbanane - obwohl genussvoller - gegenüber den Bananen aus Mittel- u. Südamerika ziemlich mickrig und klein aussieht ist sie leider auf dem europäischen Markt fast unverkäuflich. Zudem ist die Herstellung und Vermarktung von einem Kilo Bananen auf den Kanaren wesentlich teuerer als in Mittelamerika. Man kalkulierte früher mit circa 80 Cent pro Kilo doppelt so hoch wie in Mittelamerika.

Die Rentabilität des Anbaus wurde jahrelang durch Subventionen der spanischen Regierung und mit EU-Mitteln gewährleistet. Die spanische Regierung garantierte zwar die Abnahme der Bananen, aber die Preise waren derart niedrig, dass der Anbau für viele  Bauern nicht mehr rentabel war. Das führte zu einem Rückgang der Anbauflächen. Hatte man früher Mitte der 80er Jahren noch eine Anbaufläche von 13.000 ha sind es heute nur noch 3.000 ha.
Was sein wird, wenn diese Subventionen ganz wegfallen, ist ungewiss. Die Krise des Bananenanbaus verschärft sich zunehmend. Immer noch bestreiten cirka 6.000 Familien Ihr Einkommen aus dem Bananensektor. Heute erhält der Erzeuger weniger als 21 Cent pro Kilo Bananen, während der Verbraucher 2 € dafür bezahlt.

Eine hohe Gewinnspanne für die Zwischenhändler von 400 % und niedrige Erlöse für den Bananenbauern führt zu einem vernichtenden Effekt: Die Nachfrage sinkt und das Angebot kollabiert. Zurückzuführen  ist diese miserable finanzielle Situation auf das Ausbleiben der europäischen Subventionen, da die Regelungen für derartige Unterstützungen verändert wurden.  

Verschärft wird das Problem zudem noch auf die Trockenheit des vergangenen Winters der zu einem unerwarteten Kostenfaktor beim hohen Wasserverbrauch geführt hat.  Bananen benötigen einen extremen Wasserverbrauch - 1000 Liter verbraucht eine Staude bis sie reif ist. Hart genug ist ohnehin schon die Arbeit, wenn man bedenkt dass der Anbau und die Ernte viel Kraft und persönlichen Einsatz erfordern. Man stelle sich einmal vor, dass der Abtransport der 50-80 Kilo schweren Stauden zum Transportfahrzeug auf dem Rück der Bauern erledigt wird.
Zurzeit bleibt den Bauern nichts anderes übrig als einen Teil der Ernte zu vernichten. So sah man sich gezwungen erst kürzlich 675.000 Kilo Früchte zu vernichten um die Marktsättigung auf dem Festland zu reduzieren. Man schätzt dass man 20 % der Ernte 2007 wohl vernichten wird.

Mittlerweile gehen die Bauern auf die Straßen um gegen das Ausbleiben der Subventionen zu protestieren und um  auf Ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Für den 23.März 2007 wurde eine Kundgebung in Los Llanos de Adriane geplant um nach Lösungen zu suchen. Bessere Vermarktung und höhere Gewinne sind die Kernpunkte der Forderungen.
Bleibt also abzuwarten wie es weitergeht. Es wäre für die Bauern schade, wenn der Bananenbau eingestellt werden müsste.
Besuchen Sie daher die Insel La Palma, solange es noch den wunderschönen Blick auf die Bananenfelder gibt und solange man noch die leckeren Bananen genießen kann.